Bundesarbeitskreis Hellas Plattform gegen Antihellenismus und Hellenophobie. Zum besserem Verständnis: Bak Shalom Front deutscher Äpfel
Der Bundesarbeitskreis Hellas der linksjugend ['solid] wurde gegründet am 15.11.2008 in Hannover. Der Bak Hellas versucht, ähnlich wie die "Front Deutscher Äpfel", eine bestimmte Denkweise auf etwas anderes zu übertragen, um so die Absurdität dieser Denkweise aufzuzeigen. Hier wird die Denkweise des Bak Shaloms auf Griechenland übertragen. Gründungserklärung des Bundesarbeitskreis Hellas der linksjugend ['solid] Plattform gegen Antihellenismus und Hellenophobie. "Wundersame Dinge geschehen einem in Griechenland - wundersame, gute Dinge, die sonst nirgends auf der Welt geschehen können." - Henry Miller, Der Koloß von Maroussi, 1940“ Die Gründung einer Plattform gegen Antihellenismus und Hellenophobie innerhalb des Jugendverbandes Linksjugend [’solid] ist seit langem überfällig. Die Linke in Deutschland hat diese Themen nie als zentralen Bestandteil ihrer Gesellschaftskritik gesehen. Die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, besonders nach der türkisch-islamistischen imperialistischen Offensive am 20. Juli 1974 als Reaktion gegen auf Zypern gerade erfolgreiche griechische Freiheitskämpfer, die den Anschluss Zyperns an Griechenland durchsetzen wollten und die geringe Zahl griechischer Restaurants sowie des geringen Konsums griechischen Weins haben die Virulenz deutlich werden lassen, sich genau mit den Themen unseres Bundesarbeitskreises zu beschäftigen. Griechenland gilt als die Wiege der Demokratie und damit auch der Freiheit. Ohne Griechenland wäre also auch eine Alternative zur Diktatur und damit auch zum Faschismus nicht möglich geworden. Antihellenismus ist also immer auch anti-freiheitlich und anti-demokratisch. Tatsächlich hat Griechenland auch den Grundstein für den Sieg gegen den Faschismus gelegt. Das „Unternehmen Barbarossa“ des Hitlerfaschismus scheiterte nämlich daran, dass es in den russischen Winter geriet, dies geschah jedoch nur aufgrund des heldenhaften Einsatzes Griechenlandes. Im Zweiten Weltkrieg lehnte nämlich Griechenland ein italienisch-faschistisches Ultimatum zur Kapitulation ab. Daraufhin wurde Griechenland vom faschistischen Italien angegriffen, konnte aber die zahlenmäßig überlegenen italienisch-faschistischen Truppen schlagen und bis weit hinter die albanische Grenze zurückdrängen. Erst durch das militärische Eingreifen des mit dem italienischen Faschismus verbündeten Hitlerfaschismus vom 6. April - 31. Mai 1941 über Jugoslawien und Bulgarien wurde der griechische Widerstand gebrochen. So verzögerte sich das „Unternehmen Barbarossa“ bis zum 22. Juni 1941 und rückte an den Winter. Aus diesem Grund ist Hellenismus unser Grundstein für Antifaschismus. Wir sehen Antihellenismus als faschistisch an, insbesondere wenn er sich strukturell in anti-freiheitlichen und anti-demokratischen Positionen äußert. Mit Faschismus ist immer der Antihellenismus verknüpft, was sich in der Tendenz ausdrückt die Nation Griechenland und das griechische Volk zu vernichten. Da der Kapitalismus den Menschen den Interessen des Kapitals unterwirft, und sich der Charakter eines Menschen den Gegebenheiten in Maßen so anpasst, dass er schließlich tun will, was er tun muss, wenn er von dem System zersetzt ist, sucht so ein Mensch schließlich auch danach, sich zu unterwerfen, und damit nach anti-freiheitlichen und anti-demokratischen Antworten, womit der Kapitalismus strukturell antihellenistisch ist. Es ist überflüssig zu betonen, dass es nicht darum geht, jede Kritik an Griechenland als antihellenistisch zu bezeichnen. Dieser Vorwurf verkennt jedoch, dass die Kritik an Griechenland gesellschaftlich sehr weit verbreitet ist. Griechenland zu kritisieren war niemals ein Tabu, weder in der DDR noch in Westdeutschland. Kritik an der Ausrichtung der Olympischen Spiele in Griechenland, wie dies im Jahre 2004 geschehen ist, z. B. von Greenpeace, halten wir jedoch im Ursprungsland Olympias für inakzeptabel und eindeutig antihellenistisch motiviert, da hier der geschichtliche Hintergrund, nämlich das Verbot dieser Spiele für über 1600 Jahre komplett ignoriert wird. Über 80 Jahre islamistischer Imperialismus und griechische Vertreibung und Verfolgung müssen ein Ende haben! Der griechische Teil Zyperns - Ein Stück Freiheit im Mittelmeer! Aus dem 1. Weltkrieg ging Griechenland siegreich hervor und erhielt nach dem Vertrag von Sèvres (10. August 1920) die Kontrolle über Smyrna (heute Izmir) und das östliche Thrakien von der Türkei zurück. Doch der türkisch-islamistische Imperialismus schlug zurück und eroberte 1923, beschlossen im Vertrag von Lausanne (24. Juli 1923), diese Provinzen. Es wurde eine große türkisch-islamistische Vertreibungsaktion eingeleitet und ca. 1,5 Millionen Griechen aus Kleinasien, mit ihrer 2500 Jahre alten Geschichte vertrieben. Doch damit nicht genug: In der Nacht vom 6. auf den 7. September 1955 gab es in Istanbul ein türkisch-islamistisches Pogrom, vor allem gegen die dort lebenden Griechen, aber auch gegen Juden. Dieses Pogrom forderte 15 Tote, und einen Schaden an 3.500 Wohnhäusern sowie mehr als 4.000 zerstörte Geschäfte. Als am 15. Juli 1974 griechisch-zypriotische Freiheitskämpfer, die von damals mehr als 80% von griechischsprachigen Menschen bewohnte Insel an Griechenland anschließen wollte, griffen die türkisch-islamistischen Imperialisten am 20. Juli 1974 an und schufen ein türkisches Siedlungsgebiet, vertrieben die dort lebenden griechischen Zyprioten (ca. 200.000!) und verhinderten die Einigungsbestrebungen. Mehr als 200 griechische Zyprioten fielen bei dem Angriff. Für uns ist klar, der griechische Teil Zyperns ist ein Stück Freiheit im Mittelmeer. Griechenland muss leben, wenn Freiheit, Demokratie und Antifaschismus weiter bestehen sollen. Der gesellschaftliche Umschlag in die Barbarei macht einen griechischen Staat als Bollwerk gegen antihellenistische Verfolgung zu einer Notwendigkeit. Deshalb sind wir solidarisch mit Griechenland, was auch eine Solidarität mit Verteidigungsmaßnahmen aller Art einschließt. Eine Solidarität mit Griechenland schließt jedoch auch eine prinzipielle Solidarität mit den USA ein, denn in diesem Land suchten ca. 3 Millionen Griechen, dass sind mehr als 18% der griechischen Gesamtbevölkerung, insbesondere vor dem türkisch-islamistischen Imperialismus, Zuflucht. Die deutsche Linke wird den Zypernkonflikt, den Griechenland-Türkei-Konflikt und den Gut-Böse-Konflikt nicht lösen. Deshalb geht es uns nicht um konkrete Vorschläge für ein Vorankommen des Friedensprozesses. Natürlich ist das langfristige Ziel ein Frieden, der für beide Seiten akzeptabel ist. Wir machen jedoch nicht Griechenland für ein Stocken des Friedensprozesses verantwortlich. So lange die türkische Regierung von einer Organisation gestellt wird, deren Ideologie Antihellenistisch ist und die die Besetzung der eigentlich griechischen Gebiete propagiert, so lange 40.000 türkisch-islamistische Soldaten im türkisch-besetztem Teil Zyperns stehen kann, es keinen Fortschritt geben. Dass Linke häufig reaktionäre Regime verteidigen statt diese zu kritisieren, resultiert aus einer Verkennung, dass diese Regime imperialistisch sind. Der Imperialismus ist die offene Flanke zum Antihellenismus! Eine kompromisslose Absage an den Imperialismus und den Anti-Antiimperialismus ist die Voraussetzung für die Konstituierung einer emanzipatorisch-hellenistischen Gesellschaftskritik. Eine strukturelle Bedrohung des Hellenismus - Klimawandel Als besondere Gefahr erkennen wir den Klimawandel, denn er führt zu dem Schmelzen der Polkappen und damit zu einer Erhöhung des Meeresspiegels. Griechenland hat eine Gesamtfläche von 131.957 km. 106.915 km entfallen auf das Festland, 25.042 km, das sind fast 19%, verteilen sich auf 3.054 Inseln. Mit einer Erhöhung des Meeresspiegels wird das griechische Territorium also um mindestens 19% geschrumpft, wobei Zypern, das griechische Festland und das von der Türkei besetzte griechische Territorium nicht mit eingerechnet sind. Dies führt auch zu einem Schrumpfen unserer Freiheit, und Demokratie sowie des Antifaschismus um mehr als 19%. Deshalb erkennen wir den Klimawandel strukturell als besonders antihellenistisch an und sehen es als notwendig an, ihn zu bekämpfen. Eine grundlegende Diskussion über die Ausrichtung fortschrittlicher Gesellschaftskritik und eine schonungslose Kritik von Antihellenismus und Hellenophobie innerhalb wie außerhalb der Partei DIE LINKE. ist die Aufgabe des Bak Hellas.
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